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Der Untergrund – Prüfung und Beurteilung –

Prüfung und Beurteilung
Einer dauerhaften Haltbarkeit von Imprägnierungen, Versiegelungen, Beschichtungen, Belägen und Kunstharzestrichen sowie einem guten Verbund zum Untergrund gehen Prüfungen und Vorbereitungen des Untergrundes voraus. Für alle Behandlungen mit Reaktionsharzen sind diese Maßnahmen von wichtigster Bedeutung. Das Nichtbeachten dieser Voraussetzungen sind die häufigsten Ursachen für fehlerhafte Ausführungen, Mängel und Beanstandungen.

Nach der VOB hat der Auftragnehmer den Untergrund für seine Leistungen auf Eignung zum Aufbringen des vorgeschriebenen Belages zu prüfen. Er hat den Auftraggeber Bedenken gegen die vorgesehene Art der Ausführung unverzüglich mitzuteilen, wenn diese der Beschaffenheit des Untergrundes nicht entspricht.

Gemäß den Richtlinien und Arbeitsblättern A 80 und A 81 der AGI (Arbeitsgemeinschaft Industriebau e.V.), sowie KH-0 bis KH-6 des BEB (Bundesverband Estrich und Beläge e.V.) muss der Untergrund für alle Behandlungen fest, frei von losen Bestandteilen und Verunreinigungen sowie staub- und ölfrei sein. Ferner darf der Untergrund keine Nachbehandlungen erfahren haben oder Zusätze enthalten, die sich negativ auf den Verbund oder Härteverlauf des aufzubringenden Reaktionsharzes auswirken.

Prüfung des Untergrundes
Zementestrich- und Betonflächen sind grundsätzlich erst bei einer Resthaushaltsfeuchte von unter 2 % zur Beschichtung geeignet. Des Weiteren ist dafür Sorge zu tragen, dass im Nachhinein keine aufsteigende Feuchtigkeit (Kapillarfeuchte) oder Grundwasser aus dem Untergrund aufsteigt. Durch eine DIN-gerechte Feuchtigkeitsisolierung ist hier eine Absperrung zu erzielen. Sperrbeton und Sperrestrich sind kein Durchfeuchtungsschutz, weil sie dampfdurchlässig sind. Vor der Verlegung ist eine Feuchtigkeitsmessung mit einem hierfür geeigneten Gerät vorzunehmen. Eine grobe Überprüfung von höherer Restfeuchte kann auch mit einer dichten Polyethylenfolie, die auf einer ca. 1 qm großen Fläche aufgeklebt wird, überprüft werden. Färbt sich die beklebte Fläche innerhalb von 24 Stunden dunkel, so ist mit aufsteigender Feuchtigkeit zu rechnen.

Festigkeit
Der Untergrund muss eine ausreichende Festigkeit aufweisen, weil Beschichtungen und Beläge trotz hoher Eigenfestigkeit aufgrund ihrer geringen Schichtdicke keine lastverteilende Funktion übernehmen können. Die Druckfestigkeit von Beton- und Verbundestrichflächen lässt sich zweckmäßig mit einem Prellhammer bestimmen. Die Oberflächenhärte kann durch Kratzen mit einem Stahlnagel oder durch Abreißproben mit dem Heriongerät geprüft werden. Die Druckfestigkeit soll für Industrieböden mindestens 25 N/mm² betragen, die Abreißfestigkeit mindestens 1,0 N/mm².